Die wichtigste Beziehung in der Familie ist die Beziehung der Eltern


Noch bevor das Baby da ist, haben Sie da jemals darüber nachgedacht, ob Sie sich eher als ein Individuum oder als Paar fühlen? Wenn Sie sich eher als ein Individuum erleben, wie verändert das Baby Ihr Selbstgefühl? Was bedeutet es für Ihr Selbstbild? Umgekehrt, wenn Sie sich eher als Paar identifizieren, wie verändert das Baby Ihre Beziehung und Ihr Selbstbild als Paar?

Ein Baby führt zu einer wunderbaren Entwicklung in Ihrem Leben. Die Gesundheit Ihrer Familie hängt von der gegenseitigen Unterstützung ab, die Sie sich zu Teil werden lassen. Sobald Sie sich mit ihrem Kind gegen den anderen Elternteil verbünden oder gegen Ihn abgrenzen, schwächen Sie das Band zwischen den Beiden. Es kann schon sehr früh passieren, z.B. in den ersten Tagen nach der Geburt, wenn Sie besser zu wissen glauben, was für das Baby gut ist. Damit unterwandern Sie jedoch zugleich den anderen Elternteil in seiner/ihrer Rolle als Elternteil. Die Kunst ist hier den Anderen davon zu überzeugen, warum Sie das glauben und zugleich in einen Austausch über die Meinung des Anderen zu kommen. Was falsch klingt, kann manchmal einen Kern Wahrheit enthalten. Zum Beispiel dann, wenn man an einer Meinung festhält, nur um Recht zu behalten, auch wenn sich der Erfolg nicht einstellen will. Manche Eltern streiten darüber wie man ein Baby halten soll, damit es am sichersten einschläft. Nicht selten verbohrt man sich in einem Glauben an eine besondere Technik. Das Baby schreit, man versucht es umso vehementer mit der eigenen Methode. Auch wenn der andere Partner keine Patentlösung hat, kann es sich bewähren, einfach etwas anderes auszuprobieren, kurz loszulassen, und sich so selbst den Druck zu nehmen, dass es endlich funktionieren muss. Manchmal hilft es einfach am besten wenn die Anspannung der Eltern nachlässt, das Baby endlich zum Schlafen bringen zu wollen, und sie stattdessen sich gegenseitig abwechseln und so das Schreien gemeinsam aushalten. Es geht vor allem darum, die emotionale Anspannung miteinander zu teilen und sich so – zu dritt – gegenseitig emotional zu „halten“. So finden sie eher heraus, welche Form der Beruhigung das Baby an diesem Tag gerade am meisten braucht.