Reflexion der eigenen Kindheit


Viele Eltern wünschen sich ein Kind, weil sie ihre eigene Kindheit als schön in Erinnerung behalten haben: Spiele, Spaß, Sorgenfreiheit. Es gibt Menschen die ihre Kindheit jedoch als wenig glücklich erinnern und dennoch eigene Kinder haben wollen. Der Grund dafür ist, dass sie sich mit dem Kind identifizieren. Das bedeutet, dass Sie nochmal durch ihr eigenes Kind “zum Kind werden” und die Fürsorge und Liebe erleben wollen, die sie vermisst haben. Wie auch immer, es mag sinnvoll sein sich dessen bewusst zu sein, dass der Kinderwunsch und die Vorstellungen darüber wie die Kindheit aussehen soll, von eigenen Erfahrungen in der Kindheit bestimmt sind. Entweder im positiven Sinn (Wiederholung), oder im negativen (Wiedergutmachung), wobei es dann häufig darum geht “besser als eigene Eltern zu sein”.

Diese Vorstellungen prägen jedenfalls unser Handeln und führen zu Erwartungen an den Partner. Diese/r soll sich dann ebenso verhalten, dass es dem Wiederholungs- oder Wiedergutmachungs-Bedürfnis entspricht. Jedes Kind ist jedoch anders, und viel wichtiger noch, es lässt sich nicht vorhersagen wie das Kind und das Zusammenleben mit ihm genau aussehen werden. Lassen Sie sich darauf sorgenfrei ein.